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Die Geschichte der Thermen - Teil 2: Die römische Thermenkultur

Die Römer waren Meister des Wasserbaus. Ihre Thermen Palastanlagen für die Bürger. Auch die Heilquellen wurden genutzt, viele heute bekannte Bäder sind römische Gründungen.

Die Geschichten der Thermen - Teil 2: Die römische Thermenkultur

Die Römer führten die von den Griechen übernommenen Fertigkeiten beim Bau von Badeanlagen zu ungeahnter Perfektion. Sie errichteten in vielen römischen Städten große Thermenanlagen, die größten und berühmtesten natürlich in Rom, wo noch heute Überreste der Kaiserthermen des Caracalla und Diokletian von der Schönheit, Zweckmäßigkeit und Monumentalität einer hochentwickelten antiken Badekultur zeugen.

Foto: © „Caracalla Therme“ von Agnete - CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons

Die Caracalla-Therme hatte ein Ausmaß von 11,80 ha, wovon allein das Hauptgebäude eine Fläche von 23.540 m² in Anspruch nahm. Über ein ausgeklügeltes Heizsystem versorgte eine Fußbodenheizung (Hypokaustum) die aus Marmor, Ziegel und Sandstein errichteten Anlagen mit der notwendigen Wärme. Das Caldarium mit dem gewärmten Becken war mit einer 35 Meter breiten Kuppel gekrönt. Täglich konnte die Anlage mehr als 2.000 Badebesucher aufnehmen. Für diese großen luxuriösen Thermen, die auch über Sport- und Spielhallen, Geschäfte und Lokale verfügten, bürgerte sich der Begriff thermae ein. Die Mehrheit jedoch waren einfachere öffentliche Bäder, die balneum genannt wurden. Im 4. Jahrhundert n. Chr. soll es allein in Rom neben elf großen Thermenanlagen zirka 900 öffentliche Bäder gegeben haben.

Aquae Pannoniae – Baden bei Wien

Römische Thermen gab es aber nicht nur in Rom sondern auch in den Grenzprovinzen. Jede größere Zivilstadt, die wie im Fall von Carnuntum in der Nähe eines großen Legionslagers entstand, besaß mindestens eine größere Therme.

Foto: © „Petronell - Heidentor“ von Bwag - CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons

Daneben wussten die Römer nicht nur die Vorteile von künstlich erwärmtem Wasser sondern auch von Heilquellen für ihr Wohlbefinden zu nutzen. Sie legten ihre Lager oft in der Nähe heißer Quellen an und machten diese dadurch zu den Keimzellen vieler heute noch bekannten Thermenorte, wie etwa: Aquae Mattiacae (Wiesbaden), Aquae Gratianae (Aix les Bains), Aquae Sextiae (Aix en Provence), Vicus Aquarum (Baden in der Schweiz), Civitas Aquensis (Baden-Baden), Aquae Sulis (Bath) und Aquisgranum (Aachen). Auch die warmen Schwefelquellen von Baden bei Wien waren schon zur Römerzeit bekannt. Zur Zeit des Kaisers Claudius (41–54 n. Chr.) erhielt die Ansiedlung die Bezeichnung Aquae Pannoniae. Bekannt unter den Römern waren auch die Thermalquelle von Villach und die Heilquellen der Ost-Steiermark. In Bad Gleichenberg wurde 1845 in vier Meter Tiefe der "Römer-Brunnen" entdeckt, daneben 74 römische Münzen und 12 versteinerte Haselnüsse aus dem 1.-3. Jahrhundert n. Chr.

Mit der einsetzenden Völkerwanderung endete die große Zeit der römischen Kurorte und Bäder. Im Jahre 537 zerstörten die Goten eine der wichtigsten Wasserleitungen der Stadt Rom, was den kampflosen Untergang der Stadtthermen einleitete. Mit dem Ende des Weströmischen Reiches ging in Europa das Wissen um die wohltuende Nutzung des Wassers und den Bau großartiger Thermenanlagen für Jahrhunderte verloren.

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